Ingo Herbst
Mein Anliegen in der Feldenkraisarbeit ist es, einen Raum zu schaffen, in dem jeder sein eigener Lehrer werden kann.
Mein beruflicher Werdegang fing an mit einem Psychologie-Studium.
Der universitäre Betrieb wurde mir aber auf die Dauer zu kopflastig – ich wollte echte Erfahrungen machen.
Und die gehen über den Körper und die Gefühle.
Deswegen begab ich mich in eine Bioenergetik-Gruppe, widmete mich der Selbsterfahrung und Osho’s aktiven Meditationen.
Schließlich machte ich ein Training in Rebalancing / struktureller Körperarbeit und lernte so, meinen Händen und meiner Intuition im Kontakt mit Menschen zu vertrauen.
Doch die Suche ging noch weiter: erst als ich der Feldenkrais-Methode begegnete, wusste ich, dass es hier für mich langgeht – ein Weg, der auch den Kopf wieder mit hineinnimmt und mit dem Fühlen, Spüren und Bewegen integriert. Mit Mia Segal, Moshe Feldenkrais’ erster Assistentin, fand ich in den 90er Jahren meine Lehrerin. Ich assistierte in ihren Trainings und absolvierte von 2006 – 2011 die Trainer-Ausbildung der MBS-Academy in Bad Tölz.
Außerdem vertiefte ich weiter bei Yochanan Rywerant, Dr. Peter Sautier, Larry Goldfarb und Yehudit Silver die Kunst der Funktionalen Integration (Einzelbehandlung).
Eine Physiotherapie-Ausbildung versorgte mich mit anatomischem und medizinischem Basis-Wissen und einem staatlich anerkanntem Berufsabschluss.
Nach 30 Jahren Dienst im öffentlichen Gesundheitssystem bin ich nun froh, im ‚Ruhestand‘ mich ganz meiner freien beruflichen Tätigkeit als Feldenkrais-Lehrer widmen zu können.
In den letzten Jahren beschäftigte ich mich auch mit der Arbeitsweise von Heinrich Jacoby und Elsa Gindler, die mir eine gute Ergänzung und Weiterführung meiner Forschungen mit der Feldenkrais-Methode zu sein scheint.